Alleinerziehende in München – Tipps und Infos




21. Februar 2013

Schwanger nach One Night Stand

Category: Hilfen – Sandy – 09:23

Schwanger nach One Night StandEs ist passiert: im Rausch der Gefühle ist das Thema „Verhütung“ in den Hintergrund gerückt, die Regel bleibt aus und der Schwangeschaftstest bestätigt den Verdacht: aus der flüchtigen Begegnung bzw. dem berühmten „One Night Stand“ ist ein Kind entstanden. Für die meisten betroffenen Frauen ist diese Nachricht im ersten Moment ein Schock. Fragen und Zweifel kommen auf: was wird der Vater dazu sagen? Wird er die Vaterschaft anerkennen und mich unterstützen? Was mache ich, wenn er von dem Kind nichts wissen will? Kommt Abtreibung für mich in Frage?

Viele werdende Mütter entscheiden sich dann trotz der ungewollten Schwangerschaft nach einem One Night Stand gegen eine Abtreibung und für ihr Kind. Neben der psychischen Belastung, welche die neue Lebenssituation mit sich bringt, steht die Ungewissheit um die finanzielle Absicherung von Mutter und Kind im Raum.

Weigert der vermeintliche Vater sich, die Vaterschaft anzuerkennen, kann diese durch einen Vaterschaftstest bewiesen werden. Das Jugendamt bietet betroffenen Müttern umfassende Hilfe und nimmt im ersten Schritt Kontakt zum Vater auf, der laut der Mutter als Kindsvater in Frage kommt. Ist dessen aktueller Aufenthaltsort nicht bekannt, hilft das Jugendamt, diesen zu ermitteln und erhebt ggf. im Namen des Kindes Klage auf Feststellung der Vaterschaft durch einen Vaterschaftstest.

Nun ist ein positiv ausgefallener Vaterschaftsstest noch kein Garant dafür, dass der Vater den Kindesunterhalt zahlt. Vielleicht macht die eigene finanzielle Situation eine Zahlung unmöglich, vielleicht ist der Wille, Mutter und Kind zu unterstützen, nicht vorhanden. Der Kindesunterhalt steht Mutter und Kind jedoch gesetzlich zu. Ist der Vater daher nicht in der Lage, diese Stütze zu leisten, können alleinerziehende Mütter beim Jugendamt einen sogenannten „Unterhaltsvorschuss“ beantragen. Der Staat tritt in diesem Fall in Vorkasse für die Unterhaltsansprüche des Kindes bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres und holt sich die geleisteten Zahlungen – ggf. durch Einklagung – vom Vater wieder zurück.

Darüber hinaus kann Betreuungsunterhalt beantragt werden, bis das Kind mindestens das dritte Lebensjahr erreicht hat. Ob und in welcher Höhe dieses dann bewilligt wird, ist abhängig von der Leistungsfähigkeit des Vaters und den Lebensumständen der Mutter.

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